Sattelbefestigung

SattelbefestigungSattelbefestigung
Nach einiger Zeit im Dienst kann es sein, dass auch der Sattel eines Fahrrades einmal gewechselt werden muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser kaputt oder einfach nur unbequem ist. Je nach Art der Sattelbefestigung gestaltet sich allerdings ein Wechsel des Sattel unterschiedlich. Doch mit ein paar richtigen Handgriffen kann jeder den Sattel selbst wechseln.

 

Sattelbefestigung mit einer zentralen Verschraubung

Am häufigsten werden Sättel verwendet, welche eine zentrale Verschraubung aufweisen. Jeder Sattel ist zwar etwas speziell, dennoch kann man bei einem Wechsel nach Grundsätzen vorgehen. Der Sattel ist immer mit zwei Schienen auf eine Aufnahmeschale geschnallt. Dies wurde so konzipiert, damit man die Neigung des Sattels einstellen kann. Für den Wechsel des Fahrradsattels und die Montage eines neuen Produktes wird lediglich ein Sechskant-Imbus benötigt.

Die Sattelstütze muss dabei nicht komplett auseinander geschraubt werden. Im Normalfall genügt es, die Schraube in der Mitte ein wenig zu lösen und dann die Aufnahmeschale um zirka 90 Grad zu drehen. Nun kann man den Sattel einfach abnehmen. Die meisten Sättel wurden mit so einer Sattelstütze verbaut. Der neue Sattel kann nun einfach wieder darauf gesteckt werden. Nun beginnt das ganze Spiel rückwärts und man kann den Sattel festziehen. Möchte man noch einmal genauer justieren, so kann man die Mittelschraube auch ganz herausnehmen und neue Einstellungen tätigen. Am besten eignet sich stets ein waagerechte Ausrichtung. Dafür kann, nach Bedarf, eine Wasserwaage zu Hilfe genommen werden. Die Schraube sollte am Ende mit dem vom Hersteller vorgeschrieben Drehmoment festgezogen werden, damit die Sattelbefestigung fest sitzt.

 

Das montieren von Zweischrauben-Sattelstützen

Diese Sattelstützen sind bei dieser Sattelbefestigung etwas fester verschraubt als die mit nur einer Verschraubung. Dabei sind zwei schrauben im rechten Winkel in Fahrtrichtung angebracht wurden. Die Montage gestaltet sich allerdings auch hier relativ leicht. Beide Schrauben werden soweit gelöst, bis sich der Sattel abnehmen lässt. Dies sollte einfach und ohne Gewalt von Statten gehen. Die Schrauben können selbstverständlich auch direkt komplett entfernt werden. Der neue Sattel wird nun in der Aufnahme platziert. Nun werden die zwei Schrauben abwechselnd festgezogen, bis der Sattel richtig fest sitzt. Man spricht dabei von einem Anzug der Schrauben über Kreuz. Somit wird die Sattelbefestigung gerade ausgerichtet.

 

Der Sattel mit Joch-Klemmung

Bei dieser Art der Sattelbefestigung gestaltet sich die Montage etwas komplizierter als bei den beiden vorhergehenden Vertretern. Auch hier ist der Sattel mit zwei Schrauben befestigt. Dabei befindet sich eine vor und die andere hinter der Sattelstütze.
Die Besonderheit bei der Joch-Klemmung ist, dass die Halbschale direkt auf der Sattelstütze aufliegt und die Halbschale den Sattel aufnimmt. Man muss also beide Schrauben lösen und alle Teile der Sattelstütze entfernen. Der andere Sattel kann nun auf der Halbschale in Position gebracht werden.

Hierbei kann es hilfreich sein, wenn man noch ein zweites Paar Hände zur Verfügung hat. So kann der Sattel auf der Halbschale erst einmal gehalten werden. Der Sattel wird nun in die richtige Postion geschoben und mit beiden Schrauben wieder befestigt. Auch hier zeit man die Schrauben abwechselnd schrittweise fest. So kann man die Neigung des Sattels beeinflussen. Wird die vordere Schraube fester angezogen als die hintere, so neigt sich der Sattel nach vorne. Um die Stellung zu korrigieren, müssen die Schrauben nochmals gelockert werden. Ganz am Ende zieht man den Sattel mit dem gegeben Drehmoment richtig fest.