Unterschiede beim Fahrradsattel

Um beim Fahrradfahren wirkliche Spaß zu haben, ist es wichtig, neben dem geeigneten Rad auch den für sich passenden Fahrradsattel zu finden.
Das ist nicht immer einfach, weiß nicht ein optisch schöner Sattel nach 30 km fahren als Folterinstrument herausstellen kann.
Es gibt die unterschiedlichsten Fahrradsattel, die auch nach unterschiedlichen Kriterien eingeteilt werden. Das erste Unterscheidungsmerkmal ist Der Typ des Fahrrades.
Hier wird allerdings mehr auf Funktion und Optik geschaut und es ist nicht gewährleistet, dass ein guter Rennradsattel für jeden passt oder ein für das Rad speziell angefertigter Mountainbikesattel auch eine bequeme Radtour ermöglicht. Die Unterschiede beim Fahrradsattel können enorm sein und deswegen sollte man genau für sich entsprechend den richtigen finden und heraussuchen!

Unterschiede beim Fahrradsattel

Auch wenn es sich vielleicht im ersten Moment komisch anhört, so ist es wichtig, die Maße seines Gesäßes herauszufinden um damit den optimalen Sattel fürs sein Rad erwerben zu können.
Hierbei ist es wichtig, dass die Sitzknochen direkt auf dem Hauptpolster aufliegen.
Um das herauszufinden muss im Vorfeld geklärt werden, welcher Sitztyp man ist.
Im Großen und Ganzen lassen sich Radfahrende Menschen in zwei Kategorien einteilen, in Sitzbein- und Schambeinbelaster.

 

Sitzbeinbelaster

Eine aufrechte Haltung führt zu dieser hauptsächlichen bis Belastung der Gesäßknochen. Vor allem an den Sitzhöckern tritt vermehrt Druckschmerz auf. Allerdings haben Radfahrer dieser Kategorie den Vorteil, dass die Schmerzen in der Regel, nach einer kurzen Gewöhnungsphase, nachlassen. Besonders bei Damenrädern oder Citybikes ist der Schmerz dieser Belastung am größten. Eine Abhilfe schaffen hier Trekkingsatteln von Velo oder Selle Royal.

 

Schambeinbelaster

Hier liegt die Hauptbelastung im Dammbereich, der sehr empfindlich ist. Besonders Rennräder und Mountainbikes sind Verursacher von Beschwerden, wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln an Hintern.
Auch hier ist natürlich die Sitzposition mit verantwortlich.

 

Welche Unterschiede beim Fahrradsattel gibt es?

Der klassische Fahrradsattel
ist der Ursprung der Sitzgelegenheiten auf dem Rad.
Er ist im Radsport sehr verbreitet und funktioniert in der Regel bei den meisten Radfahrern. Die Druckverteilung ist sehr gleichmäßig, was allerdings auch bedeutet, das der Dammbereich nicht entlastet wird.

Der Damensattel
ist auf die spezielle Beckenform der Frau ausgerichtet, denn ihre Beckenknochen unterscheiden sich von denen der Männer.
Deshalb kommen Frauen mit einem speziellen Sattel besser zurecht, als mit einem Unisexsattel.

Der Lochsattel
hat, wie es der Name sagt, eine Aussparung in der Mitte, die zu einer Entspannung im Dammbereich führt.
Außerdem wird gegen Durchblutungsstörungen vorgebeugt, durch die stärkere Belastung der Sitzknochen.
Da jeder Radfahrer etwas anders sitzt, muss auch das „Loch“ individuell sein. Herausfinden kann man das nur durch Ausprobieren.

Der MTB – Sattel
ist in den meisten Fällen schmal und lang. Auch hier gibt es Modelle mit einem Loch in der Mitte.
Der MTB-Sattel muss robust sein, Schläge gut abfangen können und sich dem Fahrer so gut es geht anpassen.

Der Rennradsattel
unterscheidet sich nicht grundsätzlich, aber in einigen Punkten vom MTB-Sattel. Der Anspruch ist Vorgabe für das Design. Der Rennradsattel muss mehr Komfort bieten, denn es werden längere Strecken gefahren.

 

Wie findet man nun den passenden Fahrradsattel?

Die Unterschiede beim Fahrradsattel für sich zu finden ist nicht ganz einfach, wie in den vorangegangenen Abschnitten schon deutlich geworden ist.
Wer ohne Schmerzen am „ Heck“ Radfahren möchte, sollte den Abstand seiner Sitzknochen bestimmen. Am besten geht man zum Fachhändler seines Vertrauens und lässt die Messungen dort vornehmen.
Um ein korrektes Messergebnis zu erzielen, sollten keine Hosen mit dicken Stoff getragen werden.
Wenn diese Maße vorliegen, muss nur noch der richtige Satteltyp in der richtigen Breite ausgewählt werden.
Dann sollte steht dem ungetrübten Fahrspaß nichts mehr im Weg.
Wenn es dennoch zu Schmerzen auf längeren Fahrten kommen, kann mit einer guten, eventuell Gelgepolsterten Fahrradhose nachgebessert werden.